Wie ich einen ausreichenden Totaleindruck gewann. / Juni 2001 / Projektraum Voltmerstraße



Die Ausstellung Wie ich einen ausreichenden Totaleindruck gewann. von Antje Schiffers und Julia Schmid im Projektraum des Atelierhaus e.V. in Hannover-Hainholz zeigte zwei unabhängig voneinander gleichzeitig entwickelte panoramatische Malerei-Zyklen, die jeweils auf die künstlerische Aneignung von zunächst fremden Orten bezogen waren. Diese Zyklen waren im Projektraum gegenübergestellt. Antje Schiffers hatte auf einer Italienreise als Gegenleistung für „Kost und Logis“ im Auftrag ihrer unterschiedlichen Gastgeber Bilder gemalt. Diese Bilder waren für nur drei Tage in Hannover zu sehen, bevor sie den Besitzern zurück in den "Süden" geschickt wurden. Eine Art botanischen Portraits von Northeims Stadtmauer liegt in Julia Schmids Zyklus „Zwinger 9-Mauerwerk“ vor: alle hier als Malerei versammelten Pflanzen waren im Frühjahr 2001 an der beinahe komplett erhaltenen Umfassung gewachsen. Die künstlerische Annäherung an ihre neue Umgebung folgte bei beiden Künstlerinnen vorrangig alltäglichen Strukturen und vermied die zentrale, die eine Perspektive, die Touristen oft nahe gelegt wird.


KünstlerInnen: Antje Schiffers und Julia Schmid




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