Zwei Kilometer HELSINKIMADRID / 2011-12 / Öl auf Multiplex / Holz grundiert / je 49,5 x 150 cm / Fotos kaschiert / je 49,5 x 75 cm / Kartenausschnitt auf Wand, Größe nach Aufbausituation / Installationsansicht Kunstmuseum Bonn, 2013

Alle Pflanzen, die auf den vier Malereitafeln zu sehen sind, wurden jeweils auf einem Kilometer städtischen Wegs gesammelt. Die Strecke in Madrid wurde beginnend am Kopfbahnhof Atocha in einer gedachten Verlängerung der Gleise verfolgt. Die andere in Helsinki wurde beginnend am Kopfbahnhof Rautatientori in einer gedachten linearen Verlängerung gegangen.



Wölfe in der Stadt (I) – Luonnontieellinen Keskusmuseo, Helsinki / 2011-12 / 40x60 cm Bleistift auf Multiplex / Holz

Alle Zeichnungen der Reihe Wölfe in der Stadt wurden in den Naturkundemuseen. Die Museen befinden sich jeweils im städtischen Zentrum. Hier werden die ausgestopften Wölfe in Dioramen oder Vitrinen gezeigt. Die Präsentationen der Tiere sind verschieden: mal sieht man sie allein, mal als Familie im Rudel – als Jäger oder Elterntier. Selten findet man drastische Szenen, in denen die hungrigen Tiere arglose Lämmer reißen oder die Großmutter in Rotkäppchens Kleidern gefressen wird. Sowohl in Spanien wie in Finnland lebt eine kleine Population von Wölfen auch heute noch in freier Wildbahn.



Installationsansicht Kunstverein Hannover / 2013


Julia Schmid wurde 1969 in Wuppertal geboren / 1990-97 Studium an der HBK Braunschweig / 2000-01 Stipendium der KSN Stiftung Northeim / 2001 Stipendium Schloss Ringenberg der NRW-Stiftung für Kunst und Kultur / 2002 Jahresstipendium des Landes Niedersachsen / 2003 Stipendium Casa Baldi, Italien / 2004 New York-Stipendium des Land Niedersachsen im ISCP / 2011-12 Bonner Kunstpreis, Aufenthalte in Helsinki und Madrid / 2013 Kunstpreis der Sparkasse im Kunstverein Hannover


Unterschiedliche Biotope als alltägliche Bestandteile unserer Realität sind der Focus von Julia Schmid. Deren hybride Zusammensetzung ist durch Zufall, Gestaltung und regionale Bedingungen geprägt. Der Stellenwert der Natur, sowie ihre Repräsentation in ruralen und urbanen Zusammenhängen ist immer auch Spiegel des Selbstverständnisses einer Gesellschaft. Ihre Beobachtung ist der Anlass der Arbeit von Julia Schmid.


Ausstellungen / Auswahl: Galerie Ursula Walbröl, Düsseldorf / Kunstverein Hannover / Kunstverein Langenhagen / Kunstmuseum Bonn / Kunstmuseum Heidenheim / Museum voor Moderne Kunst, Arnhem / Allgemeiner Konsumverein Braunschweig





© www.atelierhaus-hannover.de 2016

Julia Schmid